China schaltet photonischen Quantencomputer frei – Quantenvorteil jetzt in der Cloud buchbar

Photonischer Quantencomputer in der Cloud verfügbar
China hat einen neuen photonischen Quantencomputer in Betrieb genommen und über die Cloud-Plattform "Tianyan" der China Telecom online zugänglich gemacht. Der Quantenvorteil (Quantum Advantage) ist damit erstmals über Cloud-Dienste buchbar.
Der photonische Quantencomputer nutzt Lichtteilchen (Photonen) zur Berechnung, anders als die bekannteren supraleitenden Quantenprozessoren von Google oder IBM. Photonische Systeme haben den Vorteil, dass sie bei Raumtemperatur betrieben werden können und weniger anfällig für Dekohärenz sind.
Durchbruch bei Silizium-28
Parallel dazu meldete der staatliche chinesische Atomkonzern CNNC die Massenproduktion von Silizium-28 mit über 99,99 Prozent Reinheit. Silizium-28 ist eine essenzielle Materialgrundlage für siliziumbasierte Quantenchips.
Während normales Silizium aus verschiedenen Isotopen besteht (vor allem Silizium-28, aber auch -29 und -30), sorgt die Isotopenverunreinigung durch Silizium-29 für Störungen in Quantenbits. Das hochreine Silizium-28 eliminiert diese Störquelle und ermöglicht Quantenchips mit deutlich längeren Kohärenzzeiten.
Die Kombination beider Entwicklungen – der photonische Quantencomputer in der Cloud und die Massenproduktion von hochreinem Silizium-28 – zeigt, dass China massiv in die Quantentechnologie investiert und sowohl auf unterschiedliche physikalische Plattformen als auch auf die industrielle Lieferkette setzt.
Industriepartnerschaften im Westen
Auch im Westen tut sich etwas: Quantinuum und SoftBank Corp. veröffentlichten ein gemeinsames Whitepaper zur Skalierung praktischer Quantenanwendungen auf dem Weg zur Fehlertoleranz. Das Whitepaper adressiert die größte Hürde aktueller Quantensysteme – die Fehlerkorrektur – und skizziert einen Fahrplan zu kommerziell nutzbaren, fehlertoleranten Quantencomputern.
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